Die empörte Republik - Jakob Augstein unterwegs durch Debatten-Deutschland

Buch & Regie: Tim Klimeš
Co-Autor: Jakob Augstein
Kamera: Harald Schmuck, Ben Glitschka, Dirk Heuer
Ton: Mike Glöckner, Moritz Kerst, Hendrik Büttner
Schnitt & Grafik: Konstantin Gramalla
Produktionsleitung AVE: Dr. Silke Benckendorff
Produktionsleitung 3sat: Jörg Schmidt
Redaktion 3sat: Bettina von Pfeil

Wo entstehen die Debatten von heute? Wer sind die Vordenker und Meinungsführer im öffentlichen Diskurs? Es hat sich viel gewandelt in den letzten Jahren: Meinung wird heute nicht mehr in Redaktionsfluren, sondern im Netz gemacht, auf Plattformen wie Facebook, Twitter oder YouTube. Was bedeutet das für unsere Zukunft, für die Zukunft einer demokratischen Gesellschaft? Steuern demnächst Algorithmen unsere Debatten? Welche Macht haben dann diejenigen, die diese Algorithmen programmieren? Und wird unsere Gesellschaft dadurch zwangsläufig ihrer Diskursherrschaft beraubt? Um Antworten auf diese Fragen zu finden, begibt sich der Verleger und Journalist Jakob Augstein auf eine filmessayistische Reise durch die Republik.

Er begegnet dabei auch Publizisten alter Schule, wie Stefan Aust und Jan Fleischhauer, die die Zeit der alten Debatten noch kennen, in der einige wenige die Diskursherrschaft innehatten. Der langjährige Spiegel-Chefredakteur Aust blickt im Gespräch mit Jakob Augstein zurück: „Wenn die Debatten früher eleganter waren als heute, ist das zweifellos der Fall. Das ist ja auch der Nachteil der Demokratie. Jeder Idiot darf wählen und jeder Idiot darf im Zweifel auch gewählt werden. Warum sollte dann nicht auch jeder Idiot im Internet seine Meinung veröffentlichen dürfen?“ Nur was folgt aus dieser Analyse? Braucht es eine Neuordnung des Diskurses? Jan Fleischhauer attestiert der heutigen Zeit etwas Sektiererisches, „das vor allem von der Linken ausgeht“. Werden die akzeptierten Meinungskorridore immer enger – und falls ja, woran liegt das?

Beim Besuch des Google-Büros in Berlin fragt Jakob Augstein im Gespräch mit NewsLab-Chefin Isabelle Sonnenfeld nach der Verantwortung der großen Tech-Konzerne: Beeinflussen Google, Facebook & Co. nicht mittlerweile unsere gesellschaftlichen Debatten? Was es bedeutet, wenn eine Debatte im Netz entsteht, dort befeuert und begleitet wird, hat die ehemalige Europaabgeordnete Julia Reda im Rahmen des Urheberrechts-Streits mitbekommen. Beim Besuch in Brüssel berichtet sie Jakob Augstein, welche Vor- und welche Nachteile Onlinekommunikation aus ihrer Sicht hat.

In Ihrem Film spüren Jakob Augstein und Tim Klimeš (Regie) den Gründen für die zunehmende Polarisierung unseres Diskurses nach, analysieren die Möglichkeiten und Fallstricke der neuen Debatten-Architektur und sprechen auch über Phänomene wie Rezo oder die Fridays For Future-Bewegung  – und über die Folgen für unsere Demokratie.

„Die empörte Republik“ läuft am 14. September 2019, 19.20 Uhr auf 3sat.

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