Kaisersturz

Buch: Dirk Kämper, Lothar Machtan
Regie: Christoph Röhl
Fachberatung: Lothar Machtan
Kamera: Peter Steuger
Sprecher: Philipp Moog
Schnitt: Julia Oehring
Musik: Ali N. Askin
Szenenbild: Sylvester Koziolek, Dragan Denda
Kostümbild: Filiz Ertas, Dorota Budna
Maskenbild: Stefanie Gredig, Dörte Dobkowitz
Casting: Anja Dihrberg
Produktionsleitung: Carola Ulrich, Philipp Müller
Herstellungsleitung: André Kotte
Producer: Johanna Behre, David Nienhold
Produzent: M. Walid Nakschbandi
Redaktion ZDF: Stefan Brauburger, Annette von der Heyde

Die Rollen und ihre Darsteller
Kaiser Wilhelm II.: Sylvester Groth
Kaiserin Auguste Viktoria: Sunnyi Melles
Max von Baden: Hubertus Hartmann
Friedrich Ebert: Christian Redl
Louise Ebert: Gerti Drassl
Kurt Hahn: Franz Hartwig
Friedrich von Berg: Holger Handtke
Philipp Scheidemann: Bernd Birkhahn
u.a.

Sendetermin: 31. Oktober 2018 um 20:15 Uhr im ZDF

Das Dokudrama „Kaisersturz“ spiegelt die entscheidenden Wochen von September 1918, als führende Generäle Kaiser Wilhelm II. die drohende militärische Niederlage im Ersten Weltkrieg offenbarten, bis zum Einsturz der deutschen Monarchie und der Ausrufung der Republik am 9. November 1918 wider.

Der letzte Kaiser, Wilhelm II., steht im Vordergrund, aber längst sind es andere, die über die Geschicke „seines“ Reichs bestimmen. Der Regent ist willensschwach und anlehnungsbedürftig, inszeniert sich aber weiterhin als großen Imperator. Kaiserin Auguste Viktoria gewinnt an Macht und kämpft unnachgiebig um den Erhalt des Throns und den Zusammenhalt ihrer Dynastie.

Der Film erzählt den Showdown zwischen dem alten Regime und seinen Protagonisten, dem Kaiserpaar, den Generälen und den erstarkenden demokratischen Kräften um die Sozialdemokraten Friedrich Ebert und Philipp Scheidemann. Eine Schlüsselrolle kommt Prinz Max von Baden zu, der während der Krise als Kompromisskandidat ins Kanzleramt berufen wird.

Über den Dreh an Originalschauplätzen
von Produzent M. Walid Nakschbandi

Deutschland im Herbst 1918 – eine Zeit, die filmisch abzubilden, 100 Jahre danach eine besondere Herausforderung für mich als Produzent des Dokudramas „Kaisersturz“ bedeutete. Gelingt es, mit einem historisch elaborierten Drehbuch zu zeigen, wie es war, und nicht, was nach unserer Vorstellung gewesen sein könnte? Kommen wir den Personen und Charakteren nah genug, ohne sie zu glorifizieren? Welcher Schauspieler kann welche Figur am glaubwürdigsten verkörpern? Schaffen wir es, ein authentisches Bild der Kaiserzeit zu zeichnen? Und: Wie gelingt es, Atmosphäre und Wahrhaftigkeit durch Ausstattung, Kostüm, Licht und vor allem Drehorte zu schaffen?

Am Anfang jeder Produktion stehen die drei wichtigsten Fragen: Drehbuchautor, Besetzung und Drehorte? Das Drehbuch war hervorragend. Mit Sylvester Groth und Sunnyi Melles konnten wir zu meiner besonderen Freude ein überzeugendes Kaiserpaar besetzen. Was die Drehorte betraf, war die Sache vor Drehbeginn im September 2017 komplizierter. Seit Jahrzehnten hatte es im Neuen Palais in Potsdam, der Sommerresidenz des letzten Kaisers, keine szenischen Dreharbeiten mehr gegeben. Die musealen Räume sind zwar teilweise für Besucher geöffnet, an eine Dreherlaubnis für unser aufwendiges und anspruchsvolles Projekt war aber zunächst nicht zu denken.

Es hat viel Überzeugungsarbeit und auch mancher Zugeständnisse bedurft, bis es uns möglich war, mit unserem Filmteam in die Originalräume des letzten deutschen Kaiserpaares zu kommen. Zu Dank verpflichtet sind wir hier der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und ganz besonders Dr. Samuel Wittwer.

Der Dreh im prachtvollen Grottensaal des Neuen Palais erforderte besondere Vorsichtsmaßnahmen. Die Produktion durfte nicht, wie sonst üblich, Mobiliar in die Räume einbringen. Jedes Stück, das für die Ausstattung nötig war, mussten wir zuvor so präparieren und behandeln lassen, dass keine Milben, Motten oder anderes in die Räumlichkeiten gelangen konnten. Auch die Dreharbeiten ohne direktes Licht – Scheinwerfer durften nur unter großem Aufwand im Außenbereich des Schlosses aufgestellt werden – waren für unsere Techniker eine große Herausforderung.

Ich finde, dass sich alle Mühen gelohnt haben.

Prof. Dr. Lothat Machtan (rechts) mit Samuel Wittwer im Neuen Palais in Potsdam

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