Mythos Darknet - Verbrechen, Überwachung, Freiheit

Regie: Andreas Wagner
Schnitt: Oliver Schmiegel
Grafik: Benjamin Leng, Konstantin Gramalla
Kamera: Janett Kartelmeyer, Rene Gorski, Alexander Rott
Produktion: André Kotte, Susanne Doerry
Producer: Tim Klimeš
Redaktion (ZDFinfo): Imke Meier
Produktion (ZDFinfo): Jenny Heininger

Es ist eine wieder gebrauchsfähig gemachte Theaterwaffe, Marke: Glock 17, die an einem Nachmittag im Hochsommer 2016 traurige Berühmtheit erlangt. In den Händen des 18-jährigen Schülers David S. wird sie zur tödlichen Waffe des später als Amoklauf von München bekannten Ereignisses. Mit dieser Waffe wird S. am Ende des 22. Juli 2016 neun Menschen getötet haben, 32 weitere sind verletzt. Der letzte Schuss aus der Glock gilt dem 18-Jährigen selbst, er richtet sich vor den Augen der eintreffenden Polizisten.

Eine Frage unter vielen, die die Öffentlichkeit in den Nachwehen der schrecklichen Tat beschäftigen: Wie kam David S., ein Schüler ohne Waffenschein, an die Pistole? Die Antwort wird wenige Tage später nachgeliefert: David S. bezog die Waffe im Darknet, einem nur durch einen speziellen Browser zugänglichen Teil des Internets. Aus Anlass des ersten Jahrestags der Schreckenstat von München, liefert ZDFinfo in dieser 45-minütigen Dokumentation Einblicke in den „Mythos Darknet“ und blickt hinein in die vermeintlich „dunkle Seite des Internets“.

Der Autor Andreas G. Wagner (der für ZDFinfo bereits die Dokumentation „Hacker, Freaks und Funktionäre: Der Chaos Computer Club“ realisierte) hat sich dafür mit Unterstützern der Darknet-Technologie getroffen, hat IT-Sicherheitsexperten am Londoner King’s College befragt und mit Europol-Ermittlern in Den Haag über ihre Arbeit im digitalen Schattenreich gesprochen. Herausgekommen ist ein Film, der detailliert aufzeigt, wie das Darknet von einem Projekt des amerikanischen Verteidigungsministeriums zu einem florierenden Marktplatz für menschliche Abseitigkeiten werden konnte. Er zeigt aber auch, welchen positiven Nutzen das Darknet beispielsweise in repressiven Regimen für die dort arbeitenden Journalisten hat.

Für den 45-minütigen Film redete Wagner unter anderem mit Ahmad Alrifaee, einem syrischen Videoreporter, der während der Arbeit in seiner Heimat auf den Schutz seiner digitalen Privatsphäre angewiesen war und die Tücken im Umgang mit dem Darknet eindrücklich beschreibt. Auf einer Cryptoparty lernte Wagner diejenigen Bürger kennen, die auf der Suche nach Schutz im Netz sind und im Gespräch mit dem IT-Experten Vasilios Mavroudis sah Wagner, wie weit die Überwachungstechnik heute schon ist. Für den Autor Wagner ist klar: „Die Dinge für die das Darknet genutzt wird, sind ambivalent. Genauso ambivalent wie die menschliche Psyche.“

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