Unter Beobachtung - Muslimische Männer in Deutschland

Ein Film von: Sineb El Masrar, Faruk Hosseini, Tim Klimeš
Kamera: Sabine Streckhardt, Christoph Iwanow, Janett Kartelmeyer
Schnitt & Grafik: Konstantin Gramalla, Marc Liedtke
Produktion (ZDFinfo): Jenny Heininger
Redaktion (ZDFinfo): Imke Meier

Es ist eine Diskussion, die spätestens seit September 2015 und der Grenzöffnung für tausende Flüchtlinge unerbittlich geführt wird: Gehört der Islam zu Deutschland? Unter Beobachtung stehen dabei vor allem muslimische Männer. Am Donnerstag, 4. Oktober 2018, um 20.15 Uhr begleiten die Autoren Sineb El Masrar, Faruk Hosseini und Tim Klimeš in der ZDFinfo-Dokumentation „Unter Beobachtung – Muslimische Männer in Deutschland“ eben jene in ihrem Alltag – alle mit einem unterschiedlichem Hintergrund und einer anderen Haltung zur aktuellen Debatte. Dabei trifft die Realität auf Klischees, Identitäten auf Nationalitäten: Wer fühlt sich deutsch, wer muslimisch? Und muss das überhaupt ein Widerspruch sein?

In der 45-minütigen Dokumentation kommen die Islamwissenschaftler Mouhanad Khorchide und Hamed Abdel-Samad, die Rapperin und Kulturforscherin Reyhan Şahin alias „Lady Bitch Ray“ und der Journalist und ehemalige „Spiegel“-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer zu Wort. „Über die Frage, ob durch Migration Muslime Deutschland dominieren würden, ist die Debatte so groß geworden – und auch ganz schön plump“, so Brinkbäumer. Eine Debatte, die weitergehen wird. Denn die Debatte hat alte Wunden aufgerissen und Diskussionen aus den Neunzigerjahren wiederaufleben lassen: Ist Deutschland ein Einwanderungsland und wie viel Zuwanderung verträgt es?

Zudem treffen die Autoren den Würzburger Dogan, ein Gastarbeiterkind der ersten Generation. Er ist so selbstverständlich Deutscher wie auch Muslim. Im Film spricht er mit seinem alten Kindheitsfreund Michael, der mittlerweile CDU-Mitglied ist, über alte Zeitenund darüber, was sich geändert hat. Der 34-jährige Student Ahmad Omeirate hingegen berichtet davon, was es bedeutet, den Nachnamen eines berüchtigten arabischen Clans in Deutschland zu tragen. Ahmad, der sich seit seiner Jugend im interkulturellen Dialog engagiert, weiß wie es sich anfühlt, im Brennpunktviertel groß zu werden und von Rassismus betroffen zu sein.

Der 19-jährige Sohrab Ahmadi hingegen floh erst vor einigen Jahren über die Balkanroute aus Afghanistan. In Rostock wartet er nun in einer Asylunterkunft auf ein neues, besseres Leben. Als Flüchtling steht er unter Generalverdacht. Sohrab gehört zur neuen, erst kürzlich in Deutschland angekommenen Generation von Muslimen. Allein deswegen ist er im Gegensatz zu Ahmad und Dogan noch weit davon entfernt, sich als Teil dieser Gesellschaft zu fühlen: Seine Identität bestimmt noch immer seine Herkunft und sein Glaube – kein leichtes Unterfangen in einem säkularen Staat.

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