Was spielt Deutschland? Von Moorhühnern, Siedlern & Planern

Regie: Christian Schiffer
Schnitt & Grafik: Konstantin Gramalla
Kamera: Janett Kartelmeyer, John Patrick Claasen, Alexander Rott, Martin Langner
Produktion: André Kotte, Susanne Doerry
Producer: Tim Klimeš
Redaktion (ZDFinfo): Imke Meier
Produktion (ZDFinfo): Jenny Heininger

USA, Japan, Kanada, Frankreich, Großbritannien: Das sind die großen Zentren der internationalen Computerspielindustrie. Doch auch in Deutschland hat die Produktion von digitalen Spielen eine lange Tradition. Hierzulande sind Klassiker entstanden, wurden Genres geprägt und Hits gelandet. Die Dokumentation „Was spielt Deutschland?“ von Christian Schiffer (Autor der ZDFinfo-Doku-Reihe „Killerspiele!“) blickt auf die deutsche Computerspiel-Geschichte zurück und trifft dafür Pioniere des Genres, Spiele-Liebhaber und Programmierer.

In den Achtziger Jahren boomen die Konsolen von Atari und Nintendo – nur nicht in Deutschland. Zwar werden die Konsolen auch hierzulande gut verkauft, der Boom aber findet in einem anderen Bereich statt: dem Bereich der Home-Computer. Eine Weichenstellung, die die Spiele-Produktionen aus Deutschland für Jahrzehnte prägen wird: Die Bundesrepublik wird in dieser Zeit weniger zu einem Konsolenland, und mehr und mehr zu einem C64- und Amiga-Land und irgendwann zu einem PC-Spieleland. Während in anderen Ländern auf PCs vor allem Tabellenkalkulationen und Schreibprogramme laufen, daddeln die Deutschen an Maschinen, die eigentlich zum Arbeiten gedacht sind. Konsolenspiele sind eher actionbetont, PC-Spiele hingegen wollen realistisch sein, sie sind komplexer und manchmal vielleicht auch etwas bieder. Und so entsteht in dieser Zeit die Basis für all die Genres, für die Deutschland irgendwann auf der ganzen Welt bekannt und berüchtigt wird: Wirtschaftssimulationen, Strategiespiele und Fußballmanager.

Für seine Dokumentation hat Regisseur Christian Schiffer unter anderem Michael Schmidt getroffen, besser bekannt als Smudo. Der Musiker der „Fantastischen Vier“ kam, als Sohn eines Nixdorf-Angestellten, früh mit Homecomputern in Berührung und programmierte schon zu Schulzeiten. Schiffer spricht außerdem mit Kai Foerst, Sohn von Rainer Foerst, der 1975 mit dem Rennsimulator „Nürburgring 1“ das erste deutsche Computerspiel-Patent anmeldete und dessen Unternehmen noch heute hochwertige Fahrsimulatoren produziert. Schiffer erzählt außerdem die Geschichte von Frank Ziemlinski. Er ist der Kopf hinter einem der größten Erfolge deutscher Computerspielgeschichte: dem Moorhuhn. Das typische Bürospiel wird zur Jahrtausendwende ein Millionen-Erfolg, der Ziemlinski kurzzeitig zu einem reichen Mann macht, bevor die Blase des Neuen Marktes die Erfolgsgeschichte abrupt beendet und Ziemlinski um 30 Millionen Mark ärmer ist.

„Was spielt Deutschland?“ ist eine Reise durch die deutsche Spiel- und Wirtschaftsgeschichte geworden. Ein Teil bundesrepublikanischer Historie.

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